Der Kreis schliesst sich.

Aber immer der Reihe nach. Nach unserem Besuch bei Macchu Pichu haben wir uns also an den Abstieg an die Kueste nach Lima gemacht, wo Max (mein alter Mitbewohner) im Moment sein Praktikum macht. Dazu mussten wir aber erstmal 20 Stunden im Bus verbringen. Nach einem frohen Wiedersehen (haben uns schliesslich seit 2 Jahren nicht mehr gesehen) folgte eine sehr schoene Woche, in der wir viel Spass hatten. Lima selbst fand ich jetzt selbst nicht so schick - ist halt riesig, viele Klotzbauten und staendig, wirklich staendig haengt ein duesterer Wolkenhimmel ueber der Stadt (durchschnittliche Sonnentage im Monat: 1). Da kann man nen bisschen depressiv werden. Aber im Wohnheim von Max scheinte trotzdem allen die Sonne aus dem Arsch. Um so schwerer fiel es uns dann, von dort nach einer Woche wieder aufzubrechen.

Unsere naechste Station sollte Arequipa sein, die “ciudad blanca”, so genannt, weil ein grossteil der Gebaeude aus weissem Vulkanstein gebaut ist. Die Stadt wird ausserdem beherrscht vom Anblick einiger grosser Vulkane rundherum und absoluter Wuestenei. So ist die Stadt eigentlich sehr schoen anzusehen, aber wie der Rest vom Sueden Perus auch sehr touristisch.

Ein weiteres Highlight der Region ist der “Cañon del Colca”, der zweittiefste Canyon der Welt, also auch ein Muss auf unserer Route. Dazu mussten wir aber erst einmal 6 Stunden Busfahrt durch die Vulkanwueste zuruecklegen, an sich schon einen Ausflug wert. Dort angekommen machten wir eine kleine Tageswanderung am wirklich umwerfenden Canyon entlang (Zelt und so hatten wir Max in Lima ueberlassen) und fuhren schon am naechsten Abend zurueck, da unsere Zeit so langsam knapp wird und wir noch eine Menge an Strecke zurueckzulegen haben. Dann aber die boese Ueberraschung - in einem Kuhkaff mitten im nichts stoppt der Bus und es wird uns gesagt, es gebe Strassenblockaden und Krawalle in Arequipa, deshalb koenne man nicht weiterfahren und es waere moeglich, dass der Protest noch ne WOche andauert. So suchten wir uns mit einigen Leuten um 2 Uhr nachts eine Mitfahrgelegenheit (im Endeffekt ein offener Lastwagen) und fuhren bei klirrender Kaelte an den Strassenblockaden vorbei. 

So aehnlich sah dann auch die Flucht aus Arequipa in der naechsten Nacht aus, denn die Proteste nahmen noch an Staerke zu und wir wollten so schnell wie moeglich da weg. So schnell wie moeglich also Richtung Chile. An der Grenze gab es wie gewohnt Probleme mit unseren Souvenirs, im Endeffekt nahmen die Schweine uns den Tukanschnabel ab, den Smoerja im Bolivianischen Dschungel geschenkt bekommen hatte. Sone Scheisse sind wir auch schon von den chilenischen Grenzbeamten gewohnt.

Nun gut, nach einem 45-stuendigen Busmarathon kamen wir schliesslich in Valparaiso an, das ich Smoerja noch einmal zeigen wollte, weils wirklich eine der schoensten Staedte hier ist. Morgen geht es weiter nach Mendoza, um uns nochmal ordentlich am Argentinischen Steak und Wein zu laben, dann nach Rio Cuarto zum Abschied, nach Montevideo und ab ins Flugzeug. Vermutlich ist das hier also dann der letzte Eintrag. Wir freuen uns schon sehr, euch alle wieder zu sehen! Die Ankunftsdaten stehen uebrigens oben rechts bei “Rueckflugdaten”.

 Bis bald,

Smoerja und Hanno.

 P.S.: Fotos gibts gleich, das muss nur das Internetcafe wechseln, das hier ist scheisse.

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